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Schöpfungsprozess und die Entstehung des Menschen, rational betrachtet

Ich finde diese Abhandlung / These interessant, weil sie eine mögliche Annäherung für verstandesorientierte Menschen an den Glauben bietet:

Bewusstsein findet sich in jeder Form von Energie. Bewusstsein und Energie waren verschmolzen mit der Quelle oder dem EINS, dem GANZEN. Diese Quelle wusste um seine Aspekte und um seine Ganzheit, wollte sich aber selbst erfahren, und zwar in all seinen Aspekten, was eine bruchstückhafte Existenz erforderte. Damit wurde die "Realität" geschaffen. Auch in der Physik heißt es, dass das Bewusstsein erst Materie und damit Realität schafft.

Die Umsetzung erforderte eine Veränderung der Schwingung, somit wurde in der Realität die Polarität manifestiert. Jedes Bruchstück des Ganzen, jedes Bruchstück der Quelle, war mit einem freien Willen ausgestattet, denn nur so war gewährleistet, dass sich das Ganze auch vollkommen erfahren konnte. Diese Fragmente tragen Eigenverantwortung, obwohl es keine Erinnerungen mehr an das EINS-Sein gab. Jede Tat würde eine Wirkung des Universums hervorrufen (Karma). Doch je mehr diese Bruchstücke (Seelen) ihr Bewusstsein erweitern würden, umso näher kämen sie wieder der Ganzheit (umso mehr Karma würde wieder gelöst werden).

Je größer also die Bewusstseinserweiterung ist, umso größer ist die geistige Kraft und umso stärker wieder die Erinnerung und die Annäherung, die Rückbindung - die Religio - zur Quelle. Und je bewusster diese Bruchstücke sind, umso mehr findet Integration statt, was schlussendlich zur Folge hat, dass die Bruchstücke (die Seelen) wieder mit der Quelle völlig verschmelzen, wieder EINS werden.

Über diesen Prozess wurde auch physikalische Realität geschaffen, wie Gase, Moleküle, Sterne und Planeten. Stoff ist, laut Wissenschaft, verdichtete Energie. Diese Energie vibriert mit einer bestimmten Schwingung. Somit ist alles Energie, auch ein jeder Aspekt des Universums, und damit birgt alles in sich Bewusstsein.

Freundet man sich mit der These der Abspaltung der Seele an, reinkarnieren die Seelen so lange, bis das jeweilige Bewusstsein im Universum alle Konflikte für sich gelöst hat und somit die höchst mögliche Schwingungsebene erreicht. Damit integriert es sich wieder in die Quelle.

Der menschliche oder tierische Körper dient als Mittel zum Zweck und ist nicht näher von Bedeutung. Er verfällt, während unsere unsterbliche Seele, unser Bewusstseinsfunken, die Hülle verlässt um ins Universum zurückzukehren und vielleicht erneut zu inkarnieren.

Quelle: Rupert Sheldrake, www.sheldrake.org

 
Der Biophysiker und Naturphilosoph Rupert Sheldrake ist nach unzähligen Experimenten mit Tieren in Bezug auf Ihre Verhaltensweisen zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein höheres Bewusstsein geben muss, auf das wir schon in jungen Jahren zurückgreifen können. Es sei nicht möglich, dass all unsere Instinkte angeboren in unseren Genen programmiert seien. Mittels Gedankenenergie (Gedanken sind energetische Schwingungen) ist dieses höhere Bewusstsein mit unserem Geist verbunden. Diese energetischen Schwingungen nennt Sheldrake "morphogenetische Felder", womit er sich in den Bereich der Telepathie begibt. Entwickeln sich Seelen genetisch und in ihrem Bewusstsein weiter, entsteht aus dieser Gemeinsamkeit eine Schwingung, die sich auf alle anderen überträgt. Damit findet ein Bewusstseinssprung einer Seelengruppe statt, gleich wieweit sie voneinander entfernt sind oder wo sie sich gerade aufhalten - auch auf das Universum bezogen.

Inkarniert eine Seele wieder, hat dieser Geist trotz der mangelnden Erinnerung an die Quelle - ans EINS-Sein - diese neuen Informationen und Schwingungen in seinen Molekülen gespeichert und kann sich entsprechend weiter entwickeln.

Im Folgenden ein Auszug einer Rede von Max Planck (bedeutender deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie) zum Thema Gott und Naturwissenschaft; vorgetragen im Rahmen einer seiner naturwissenschaftlichen Vorträge:

"Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses:

Es gibt keine Materie an sich!

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt, müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!

Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie."

Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797